23. Juni 2008

Trans-religiöse Spiritualität - Versuch einer Skizze

Das Thema einer trans-religiösen oder globalen Spiritualität hat mich in diesen Tagen intensiv beschäftigt und wird auch weiterhin im Zentrum bleiben. Es geht mir darum Worte für eine Spiritualität zu finden, in der sich Angehörige aller Religionen und Traditionen wieder finden können - und auch jene, die den Institutionen den Rücken gekehrt haben. Aus der Perspektive des Absoluten sind die Wege, die zu seiner Erfahrung relativ, Zubringer zum unteilbaren Einen.

Den nachfolgenden Ansatz zu einer Formulierung verstehe ich als "work in progress", das der Verfeinerung bedarf. Wenn Sie dazu beitragen wollen, benützen Sie die Kommentarfunktion am Ende dieser Notiz.


Initiation

Die Erfahrung des Geschmacks der Einheit

  • Viele Wege führen dahin. Viele haben die Erfahrung auch schon gemacht, aber sie den äusseren Umständen zugeschrieben, statt sie als Eigenes anzunehmen.
  • Die Erfahrung bedarf der steten Vertiefung: durch die Wiederholung, aber auch durch Würdigung und Dankbarkeit
Die Wende: von aussen nach innen
  • Die stete Vertiefung der Einheitserfahrung führt letztlich zur Verlagerung des Ortes letzter Aufgehobenheit von aussen nach innen: von den äusseren Sicherheiten zu innerer Gewissheit. Dies ist eine erste, entscheidende Wende.


Drei Aspekte persönlicher Beziehung zum Einen

Die Aufgehobenheit im Einen

  • Aufgehobenheit in unbedingter Liebe – Gegenstand unserer alles Handeln durchziehenden Sehnsucht – und unendliche Weisheit

  • Entdeckung des Herzraums als Ort der sanften Transformation

  • Annehmen und Wandeln der Emanationen des Unbewussten im Herzraum

  • Daraus entsteht Freiheit von den Zwängen des Unbewussten.
    Freiheit als Geschenk des menschlichen Bewusstseins!

  • Es ist, wie wir noch sehen werden, eine „bedingte“ Freiheit


  • Das Eine in der äusseren Vielfalt

  • Wahr- und Annehmen der äusseren Welt und aller Andern als Ausdruck des Einen, in seiner inhärenten Vollkommenheit wie in seiner gegenwärtigen Bedingtheit. So wie ich mich selbst auch angenommen habe

  • Die eigene emotionale Resonanz auf äussere Reize als Belebung von Aspekten im eigenen Unbewussten annehmen, die verstanden und erlöst sein wollen

  • Das Eine in seinem Wirken sehen, als Gott im Werden, durch ständige Differenzierung, als Wesen der Evolution

  • Das So-Sein der Weltsituation annehmen

  • Akzeptieren der Gegenwart als einzigen Ansatz für unser Handeln


  • Hingabe an das Eine

  • Hingabe an das Wunder des Seins, dessen Ausdruck die Schöpfung ist, wie ich selbst

  • Dankbarkeit: Immer klarer zum Ausdruck des Seins zu werden

  • Das Eine als Du: Es antwortet naturgemäss nicht mit den Mitteln der dualen Welt; die Antwort ist Inspiration, wenn wir Fragen und Probleme im Herzraum direkt – losgelöst von eigenen Wünschen – der bild- und wortfreien Liebe und Weisheit des Seins aussetzen


  • Wir sind immer am Anfang:

    Immer tiefer und freier tauchen wir so ins Menschsein ein:
    als Mitgestalter in dieser Welt. In Dankbarkeit und Freude!

    1 Kommentar:

    Adrian Höltschi hat gesagt…

    Geborgenheit und ein Leben ohne Angst wird durch das Erkennen unserer spirituellen Natur und unserer Einheit mit dem Universellen Geist erreicht, der die Substanz des alles în Allem und somit auch in mir als Teil des Ganzen ist.